Das Fazit der Diät
Hast du den Teil "Die Diät" halbwegs aufmerksam gelesen, dürfte klar geworden sein, dass Diäten a) meist völlig kontraproduktiv sind und b) schlechte Laune machen, also c) für die Tonne sind.
[An dieser Stelle sei mal ein Einwurf erlaubt: Für manche Menschen- die z.B. unter starkem, gesundheitsbedrohlichem Übergewicht leiden- machen Diäten durchaus Sinn. WENN die Diät ärztlich überwacht wird und hierdurch keine Mangelversorgung des Körpers entsteht. Auch bei einigen Krankheiten, wie Diabetes oder Rheuma, werden ärztlich "Diäten" verordnet, womit spezielle Ernährungsformen gemeint sind. Diese haben aber nichts mit einer Diät zu tun, wie sie im Volksmund zur Gewichtsreduktion verstanden wird.]
Aber wie denn dann?
Ich weiß, es klingt langweilig und furchtbar vernünftig. Aber die Lösung zum Abnehmen ist ganz einfach:
tadaaa, die Ernährungsumstellung!
Zwar bringt sie nicht so schnelle (vermeindliche) Erfolge, wie vielleicht eine Schlank-im-Schlaf- oder Crashdiät....
Aber sie kann mehr: Sie hält, was sie verspricht; du wirst dich körperlich und geistig dadurch so fit fühlen, wie schon lange nicht mehr (klingt wie ein Werbeslogan, ist aber
so); du musst dich an keinerlei Regeln oder Uhrzeiten halten, keine Kalorien oder sonst etwas zählen und musst im Prinzip auf nichts verzichten. Doch dazu später
mehr.
Ernährungsumstellung meint eine dauerhafte Änderung des Essverhaltens, denn nur die bringt auch dauerhaften Erfolg in Bezug auf Gewichtsabnahme bzw. das Wunschgewicht dann zu halten.
Dazu brauchst du dich lediglich an einige Grundsätze zu halten:
1. Iss langsam. Unwichtig? Überhaupt gar nicht- du wirst den Unterschied merken: Beim langsamen Essen isst man insgesamt deutlich weniger, als beim "Schlingen" oder "Nebenbeiessen"- ist sogar wissenschaftlich belegt.
2. Nicht ständig zwischendurch essen. Bei den Snacks, die man sich "mal eben so" einverleibt, lauert die größte Kalorienfalle, da man sie unterschätzt: Hier mal ein kleines Snickers oder eine Laugenbrezel, da mal ein Milchbrötchen, dort mal eine Currywurst... Machen eben genau doch den Unterschied!
3. Im Sitzen und ohne Ablenkung essen. Heißt: Schieb dir nicht unterwegs schnell was in den Mund, sondern setz dich wirklich konsequent für jede (Zwischen-)Mahlzeit auf den Popo! Ohne dabei facebook oder Mails zu checken oder fernzusehen. Für viele die größte Umgewöhnung, da man schnell das Gefühl hat, dass "was fehlt"- Wie alles aber eine reine Gewohnheitssache. Sinn dahinter: Nur Mahlzeiten, die im Sitzen eingenommen werden, registiert der Körper als solche. So bleiben wir länger satt. Wichtig zum Abnehmen, unterschätze das nicht.
4. Ernähre dich abwechslungsreich und ausgewogen. Der Körper braucht nun mal nicht nur Proteine, sondern auch Fett, Kohlenhydrate, zahlreiche Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Und die stecken in den unterschiedlichsten Lebensmitteln, Obst-, Gemüse- und Getreide- bzw. Fleisch- und Fischsorten. Jeden Tag Vollkornbrot mit 'ner Scheibe Gurke und fettarmer Putenbrust ist daher auch nicht ausgewogen oder gesund. Achte einfach auf das Vielgeprädigte, aber bewährte: Jeden Tag frisches Obst und Gemüse in den Speiseplan einbauen, Kohlenhydrate möglichst in der Vollkornvariante, Fleisch nur 2-3 x die Woche und dann fettarmes Geflügel, öfter mal Fisch, fettarme Proteinquellen (Jogurt, Milch, Buttermilch, Quark, Hülsenfrüchte...) ruhig mehrmals am Tag! Und Braten/ Kochen mit "gutem Fett"/Öl.
5. Trink ungesüßte Getränke. Der Kaloriengehalt zucker- oder auch milchhaltiger Getränke wird derbe unterschätzt! Cola, Traubensaft, Latte Macciato, Frappé, Eiskaffee, Apfelsaft, isotonische "Sport"drinks und Co. haben es in sich- also umgewöhnen zu Mineralwasser, Saftschorle, Kaffee mit nur einem Schuss Milch oder eben fettarmer. Auch, wenn's erstmal noch schwer fällt.
Und weil Lesen irgendwann langweilig wird, möchte ich zur Abwechslung mal ein externes Video empfehlen- nicht Wort für Wort so ernst zunehmen, aber in dem Video ist Vieles wirklich gut erklärt.
Die 5 schlechtesten Mahlzeiten der Welt