Iss bloß kein Fett!!

... Oder wie war das?

UM HIMMELS WILLEN, FETT!! 

Fett macht fett, dumm und verstopft die Arterien.

 

Ja. Das können Folgen von zu viel Fett sein. Vorausgesetzt, es handelt sich dabei um Fett, das aus sog. Transfett-Säuren besteht, und vorausgesetzt, du nimmst es in Massen zu dir, bewegst dich noch dazu kaum (außer mal zum Kühlschrank), rauchst und trinkst, hast 'ne Menge Stress... Und das alles über einen längeren Zeitraum. 

 

Du siehst schon: Auf die Menge und die Art von Fett kommt es an. Diese Verteufelei hat es nämlich nicht verdient.

 

Der Körper braucht Fett, und zwar unbedingt!

 

Einige Vitamine, die zum Überleben wichtig sind, können sogar nur mit Hilfe von Fett verwertet werden (Vitamine A, D, E und K- musst du dir nicht merken). Außerdem ist Fett ein Geschmacksträger. Jeder kennt das: Der Joghurt mit 3,5% Fett schmeckt z.B. so viel besser, als der mit 0,1% Fett ;-)

 

Noch wichtiger:

Alle deine Körperzellen bestehen zu einem Großteil aus Lipiden (=Fetten).

 

Ohne Fett kann kein Mensch existieren. Oder anders: Wer auf Radikal-Diäten setzt und kaum oder überhaupt kein Fett zu sich nimmt, wird auf Dauer seine Zellen so schädigen, dass sie irgendwann absterben... Das Resultat wäre schlimmsten Falls: Muskelschwund, Organschäden, Hirnschäden bis hin zum Tod.

Also dick auftragen?

Fett ist also sogar wichtig zum Überleben. Wie oben angedeutet, gibt es dabei ein Aber:

Auf das richtige Fett und die Menge kommt es an, um Krankheiten und Übergewicht zu vorzubeugen (oder diese zu reduzieren). Ok, auch nichts Neues für viele Menschen.

 

Was ist denn nun das richtige Fett und wie viel davon?

 

Diese Frage ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Die Experten diskutieren noch darüber, welche Fette die Bösewichte sind:

 

a) die oben erwähnten Transfette bzw. Transfett-Säuren*

    (z.B. in industriell gehärteten Fetten, wie Margarine und Frittierfett. Sie entstehen auch     beim starken Erhitzen von manchen Fetten/Ölen)

 

b) die gesättigten Fette bzw. gesättigten Fettsäuren*

    (wie sie hauptsächlich in tierischen Produkten vorkommen. Es gibt einfach- und    

    mehrfach ungesättigte Fette)

 

Die ungesättigten Fette gelten dagegen als "gut", da ist man sich einig. Sie haben eine positiven Wirkung auf deinen Organismus. Ungesättigte Fette kommen überwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln und in Ölen vor (z.B. Oliven-, Raps-, Sonnenblumenöl; Nüsse, Avocados), aber auch in fettem Seefisch (z.B. Lachs und Makrele).

 

 

 

Damit du verstehst, worum es geht: Alle Fette bestehen aus: Glycerin + Fettsäuren. Die Fettsäuren können gesättigt oder ungesättigt vorliegen, und das jeweils einfach oder mehrfach. Die UNGESÄTTIGTEN Fette/Fettsäuren gelten grundsätzlich als gesund. Unklar ist dagegen, ob die GESÄTTIGTEN Fettsäuren immer ungesund sind. Oder ob nur die mehrfach gesättigten schlecht sind.

An dieser Stelle gehe ich nicht näher ins Detail, um zu vermeiden, dass dir das zu viel an Theorie ist.

Wie viel darf's denn sein?

Es gibt wissenschaftliche Empfehlungen, wie:

    "30% der täglichen Kalorien sollten aus Fett bestehen"

Das ist nicht viel. Es ist sogar echt wenig!

 

Aber ich schätze mal, dass niemand Lust hat, sein Essen abzuwiegen und auszurechnen, wie viel Fett da jetzt drin steckt. Solche Angaben dienen eher zur Orientierung. Und die sagt in diesem Fall:

 

Fett in Maßen (nicht: Massen!) genießen

 

 

Was ist jetzt das Fazit? Da selbst die Wissenschaftler noch streiten, ob und wie ungesund die gesättigten Fettsäuren nun sind (und ich zudem keine ärztliche Empfehlung aussprechen kann), lautet meine Divise:

 

Kopf an und selbst entscheiden!

Ungesättigte Fette gelten einstimmig als wichtig für den Körper- 

wenn die bevorzugt, fährt man sicher schon ganz gut.

 

Ich setze da z.B. auf hochwertige native Öle (Oliven-, Raps-, Kokos- oder Leinöl), gerne mal Lachs oder auch Nüsse. Die Transfette vermeide ich hingegen sehr konsequent.

Um gesättigte Fette mache ich persönlich mir nicht so viele Gedanken. Das muss dann jeder für sich selbst entscheiden.

 

 

            

 

Quellen:

Dr. med. Röhrig, I. (2011). Gesunde Ernährung. München: NetDoktor.de GmbH. 

 

Gesundheitsportal Onmeda (2009). Fette (Lipide). Köln: gofeminin.de GmbH.